Friedel Opitz im Interview: Erfahrungen aus Unternehmertum und Beratung

Wenige berufliche Wege verlaufen so vielseitig wie der von Friedel Opitz. Vom IT- und Netzwerkberater über die Veranstaltungstechnik bis zur exklusiven Fahrzeuglogistik und zur Unternehmensberatung hat er in sehr unterschiedlichen Feldern Verantwortung übernommen. Im folgenden Friedel Opitz Interview spricht er über die Erfahrungen, die ihn geprägt haben, über aktuelle Herausforderungen für Unternehmen und über die Grundsätze, die seine Arbeit bestimmen. Die Antworten geben einen Einblick in die Denkweise eines Unternehmers, der Praxisnähe und strategisches Denken miteinander verbinden möchte. Statt großer Theorien stehen dabei konkrete Haltungen im Vordergrund, die sich über viele Jahre und in ganz unterschiedlichen Branchen herausgebildet haben.
Frage: Welche beruflichen Erfahrungen haben Sie besonders geprägt?
Friedel Opitz: Rückblickend war es die Vielfalt selbst, die mich am meisten geprägt hat. Ich habe in der Informationstechnik angefangen, zu einer Zeit, als viele Betriebe ihre Netzwerke gerade erst aufbauten. Dort habe ich gelernt, wie wichtig Präzision ist und dass ein einziger Fehler ganze Abläufe lahmlegen kann. Später kam die Veranstaltungstechnik dazu, ein Feld, in dem es keine zweite Chance gibt: Wenn eine Veranstaltung beginnt, muss alles funktionieren. Diese beiden Schulen, die technische Genauigkeit und der Druck des Termingeschäfts, haben mich fürs Unternehmertum geformt. Als ich mich später der Fahrzeuglogistik zugewandt habe, konnte ich beides zusammenführen. Was mich durchgehend begleitet hat, ist die Überzeugung, dass man Dinge selbst gestalten muss, statt auf Anweisungen zu warten. Diese Friedel Opitz Erfahrungen aus ganz unterschiedlichen Branchen sind heute mein wichtigstes Kapital, weil ich Situationen dadurch schneller einordnen kann. Der Schritt in die exklusive Fahrzeuglogistik hat mir dann noch etwas anderes beigebracht: wie viel Vertrauen nötig ist, wenn Menschen einem etwas Wertvolles anvertrauen. Wer einen seltenen Wagen oder einen Prototyp transportieren lässt, will die Gewissheit, dass alles gut geht. Diese Verantwortung habe ich immer sehr ernst genommen, und sie hat meinen Blick für Sorgfalt und Details noch einmal geschärft. Rückblickend würde ich sagen: Jede Station hat einen Baustein beigetragen, und erst zusammen ergeben sie das Fundament, auf dem ich heute stehe.
Frage: Wie bewerten Sie die aktuellen Herausforderungen für Unternehmen?
Friedel Opitz: Ich glaube, viele Unternehmen stehen gleichzeitig unter mehreren Druckpunkten. Da ist zum einen die Digitalisierung, die enorme Chancen bietet, aber auch verlangt, dass man ständig dazulernt. Zum anderen wächst die Regulierung, gerade was Umwelt- und Dokumentationspflichten angeht. Hinzu kommen ein spürbarer Kostendruck und der Mangel an Fachkräften. Als der Unternehmer Friedel Opitz würde ich sagen: Keine dieser Herausforderungen ist für sich genommen unlösbar, schwierig wird es durch die Gleichzeitigkeit. Wer versucht, alles auf einmal zu stemmen, verzettelt sich leicht. Deshalb rate ich immer dazu, Prioritäten zu setzen und die Dinge in eine sinnvolle Reihenfolge zu bringen. Wichtig ist auch, Veränderungen nicht nur als Belastung zu sehen. Strengere Regeln zum Beispiel zwingen dazu, sauberer und effizienter zu arbeiten, und wer das früh angeht, ist später im Vorteil. Krisen gehören zum Wirtschaften dazu, und die Frage ist nicht, ob sie kommen, sondern wie gut man darauf vorbereitet ist. Beim Thema Finanzierung sehe ich zum Beispiel, dass viele Unternehmen zu spät anfangen, sich Gedanken über ihre Kapitalstruktur zu machen. Dabei entscheidet gerade sie oft darüber, wie viel Spielraum man in schwierigen Zeiten hat. Auch der Fachkräftemangel ist mehr als ein Schlagwort: Gute Leute zu finden und zu halten, ist heute eine der zentralen Führungsaufgaben. Was mich optimistisch stimmt, ist die Erfahrung, dass sich fast jede Herausforderung bewältigen lässt, wenn man sie nüchtern angeht und nicht in Aktionismus verfällt. Wer ruhig bleibt, die Lage sauber analysiert und dann konsequent handelt, kommt am Ende meist gut durch, auch durch stürmische Phasen.
Frage: Welche Grundsätze verfolgen Sie bei Projekten?
Friedel Opitz: Mein wichtigster Grundsatz lautet: erst verstehen, dann handeln. Bevor ich in einem Projekt Entscheidungen treffe, will ich die Ausgangslage wirklich durchdrungen haben, und zwar ehrlich, ohne mir etwas schönzureden. Aus meiner Arbeit in der Beratung weiß ich, dass es keinen Königsweg gibt, der in jeder Lage funktioniert. Jede Situation ist anders, und deshalb misstraue ich fertigen Patentrezepten. Der zweite Grundsatz ist Verlässlichkeit. Ein einmal gegebenes Wort muss halten, gegenüber Kunden ebenso wie gegenüber Partnern und Mitarbeitern. Der dritte ist Konsequenz: Wenn eine Entscheidung getroffen ist, dann setze ich sie auch um, statt ständig zu zweifeln. Und schließlich gehört für mich dazu, Verantwortung zu übernehmen, auch dann, wenn etwas nicht wie geplant läuft. Diese Friedel Opitz Beratung aus der Praxis heraus ist bodenständig, aber genau das schätzen die Menschen, mit denen ich arbeite. Was ich außerdem wichtig finde, ist offene Kommunikation, gerade dann, wenn es unbequem wird. Probleme verschwinden nicht dadurch, dass man sie verschweigt, im Gegenteil: Je früher man sie anspricht, desto größer ist der Spielraum, sie zu lösen. Und ich achte sehr auf klare Strukturen. Wenn Zuständigkeiten und Abläufe sauber geordnet sind, kann sich jeder auf seine Aufgabe konzentrieren, und das Ganze bleibt auch dann handlungsfähig, wenn es einmal turbulent wird. Ein Projekt ist für mich erst dann gelungen, wenn nicht nur das Ergebnis stimmt, sondern auch alle Beteiligten das Gefühl haben, fair und verlässlich behandelt worden zu sein.
Frage: Welche Fehler und Lernerfahrungen halten Sie für besonders wichtig?
Friedel Opitz: Der wichtigste Lernprozess war für mich die Einsicht, dass man Fehler zuerst als solche anerkennen muss, bevor man aus ihnen lernen kann. Es ist verlockend, einen Rückschlag schönzureden, aber damit betrügt man sich nur selbst. Ich habe gelernt, dass Gründlichkeit am Anfang später viel Ärger erspart, und dass Geschwindigkeit allein nichts wert ist, wenn die Richtung nicht stimmt. Eine weitere Lehre ist, wie viel gute Partner und verlässliche Strukturen wert sind, gerade in schwierigen Phasen. Und ich habe gelernt, auch in guten Zeiten Reserven zu bilden, weil niemand weiß, wann die nächste schwierige Phase kommt. Am Ende ist Erfahrung nicht einfach die Summe der Jahre, sondern das, was man bereit war, aus ihnen mitzunehmen. Genau darin liegt für mich die Friedel Opitz Expertise: nicht im Behaupten, alles zu wissen, sondern in der Bereitschaft, aus jeder Aufgabe wieder etwas dazuzulernen. Ich halte es auch für einen Fehler, immer alles selbst machen zu wollen. Man muss nicht jede Erfahrung am eigenen Leib machen, sondern kann klug aus den Erfahrungen anderer lernen, indem man aufmerksam zuhört und Fragen stellt. Und ich habe gelernt, geduldiger zu werden. In jungen Jahren wollte ich manches erzwingen, heute weiß ich, dass gute Ergebnisse oft Zeit brauchen. Wer diese Gelassenheit entwickelt, ohne die nötige Entschlossenheit zu verlieren, trifft am Ende die besseren Entscheidungen. Fehler sind dabei kein Makel, sondern schlicht ein Teil des Weges, solange man bereit ist, ehrlich hinzusehen und es beim nächsten Mal besser zu machen.
Das Friedel Opitz Interview zeigt einen Unternehmer, der seine Schlüsse aus einem langen und vielseitigen Berufsweg zieht. Seine Antworten verbinden Praxisnähe mit einem klaren Wertegerüst und machen deutlich, dass beständiges Lernen für ihn kein Schlagwort, sondern gelebte Haltung ist. Wer genauer hinhört, erkennt einen roten Faden: das Bemühen, Dinge gründlich zu tun, zu seinem Wort zu stehen und aus jeder Erfahrung etwas mitzunehmen. Genau diese Kombination aus Bodenständigkeit und Lernbereitschaft dürfte es sein, die seinen Weg über so viele Jahre und Branchen hinweg getragen hat.